Unsere Leistungen

 

Pflegewohnbereiche

St. Elisabeth bietet 3 Pflegewohnbereiche, einen beschützenden Bereich für demenziell Erkrankte Bewohner/innen sowie eine Palliativ Care Pflegestation. Auf allen 5 Pflegestationen können insgesamt 82 pflegebedürftige ältere Menschen der Grade I bis V aufgenommen, betreut und gepflegt werden.
Das Pflegeversicherungsgesetz unterscheidet zwischen der Dauerpflege, der Kurzzeitpflege und der Verhinderungspflege, drei Formen der Betreuung/ Unterbringung, die wir anbieten.

 

Dauerpflege

Bei der Dauerpflege bleiben die Bewohnerinnen und Bewohner auf Dauer bei uns. Wir geben Ihnen die Möglichkeit, ihre Zimmer mit ihren persönlichen Sachen einzurichten, denn das ist ihr neues Zuhause.

Die Leistungen ihrer Pflegeversicherung erläutern wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

 

Kurzzeitpflege

Voraussetzungen für die Kurzzeitpflege ist die erhöhte Pflegebedürftigkeit nach Pflegegrad I und einen Antrag bei der Pflegekasse. Weiter darf die Erfordernis der Dauerpflege noch nicht festgestellt worden sein, wenngleich die teilstationäre Versorgung (nur Tagsüber oder nur nachts) nicht ausreicht.

Die Kurzzeitpflege wird zum Beispiel dann in Anspruch genommen, wenn die häusliche Pflege wegen Urlaub oder Erkrankung der Pflegeperson nicht gewährleistet werden kann.

Die Kurzzeitpflege wird oft als Übergang im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt beantragt. Sie wird höchstens für 28 Tage pro Kalenderjahr gewährt. Die Pflegeversicherung übernimmt bis zu 1.612,00 € der Kosten für den gesamten Zweitraum.

 

Verhinderungspflege

Voraussetzungen für die Verhinderungspflege ist ebenso die erhöhte Pflegebedürftigkeit nach Pflegegrad I, dieses allerdings seit mindestens einem Jahr und einen Antrag bei der Pflegekasse. Außerdem muss die Pflegeperson, welche die pflegebedürftige Person betreut, dieses mindestens 6 Monate tun und an der Pflege vorübergehend gehindert sein. Weiter darf die Erfordernis der Dauerpflege noch nicht festgestellt worden sein, wenngleich die teilstationäre Versorgung (nur Tagsüber oder nur nachts) nicht ausreicht.

Die Verhinderungspflege wird höchstens für 28 Tage pro Kalenderjahr gewährt.

Die Pflegeversicherung übernimmt bis zu 1.612,00 € der Kosten für den gesamten Zweitraum.

 

Preise

Pflegeleistungen pro Tag in Pflegegrad I 49,10 €
Pflegeleistungen pro Tag in Pflegegrad II 56,39 €
Pflegeleistungen pro Tag in Pflegegrad III 72,56 €
Pflegeleistungen pro Tag in Pflegegrad IV 89,42 €
Pfelegleistungen pro Tag in Pflegegrad V 96,98 €
Ausbildungsumlage täglich und je Pflegegrad 1,13 €
Unterkunft täglich und je Pflegegrad 14,51 €
Verpflegung täglich und je Pflegegrad 12,03 €
Investitionskosten pro Tag und je Pflegegrad 19,43 €
(Neubau)
Investitionskosten pro Tag und je Pflegegrad

21,14 €

Entsprechend den Bestimmungen des Pflegeversicherungsgesetzes werden die Entgelte kalendertäglich berechnet.

Von den gesamten kosten übernimmt die Pflegeversicherung einen Teilbetrag, der vom Pflegegrad abhängt.

 

Ich bin froh, dass es Dich gibt…

Irgendwann ging es nicht mehr: ich müsste ins Pflegeheim, sagten sie. Aber ich wollte gar nicht weg. Am liebsten wäre ich zu Hause geblieben. Ich konnte aber nicht mehr.

Meine Kinder wollten für mich das Beste: ein Einzelzimmer. Ich aber nicht. Ich war noch nie alleine! Zuerst die Geschwister, dann mein Mann, die Kinder, später die Enkel.

Nun lebe ich mit Frau Müller zusammen. Frau Müller, meine Mitbewohnerin, spricht nicht mit mir - aber ich höre sie atmen. Ein vertrautes Geräusch… wie früher mit meinem Mann.

Manchmal wenn ich traurig bin, setze ich mich auf den Stuhl neben ihrem Bett und erzähle ihr von früher. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dieselbe Geschichte nicht letztes Mal schon erzählt habe, aber es ist nicht wichtig. Frau Müller hört mir zu. Wenn ich ihre Hand streichle, lächelt sie sogar. Sie hat immer Zeit für mich, keine Termine oder zu viel Arbeit.

Sie antwortet mir nicht immer - aber ich fühle, dass ich ihr gut tue. Und sie tut mir auch gut. Die Tage im Alter können schon sehr lang werden. Lesen ist schwer: Meine Augen sind trübe geworden, die Buchstaben verschwimmen. Den schnellen Bildern im Fernsehen kann ich nicht mehr folgen. Die Musik ist nur noch Krach. Und so viel erinnert mich an den Krieg.

Meine Kinder sagten, ich brauche meine Privatsphäre. Aber mit Frau Müller bin ich ja jetzt auch privat. Und egal ob bei uns oder im Einzelzimmer nebenan, die Schülerin, die uns morgens beim Waschen hilft, ist dieselbe. Sie ist nett und jung, 19 Jahre alt, erinnert mich an meine Enkelin.

In ein Einzelzimmer könnte ich wenigstens meine Möbel von zuhause mitnehmen, sagten meine Kinder. Aber ich bin hier nicht zuhause, auch dann nicht wenn neben dem Toilettenstuhl und der Gehhilfe mein eigener Wohnzimmerschrank steht. Außerdem habe ich auch im Doppelzimmer meine eigenen Möbel und Bilder dabei. Und ich fühle mich hier wohl.

Meine Kinder besuchen mich jedes Wochenende. Die restlichen einhundertvierundvierzig Stunden der Woche bin ich hier. Zum Glück ist Frau Müller da und die Schwestern und Pfleger und die anderen Mitarbeiter hier, die mir behilflich sind. Alle zwei Stunden kommen sie, um Frau Müller umzulagern. Sie halten ein Schwätzchen mit mir. Sie begleiten mich zu den Mahlzeiten, zum Singen oder den anderen Veranstaltungen. Wenn ich zurück komme ist Frau Müller da. Ich erzähle ihr vom Singen. Als ich ein Lied anstimme, lacht sie wieder.

Ich denke oft, was würde ich nur ohne sie machen? Ich bin froh, dass sie da ist.